Bagua-Anwendung: Volker Jung und Kai Hemmen
Bagua-Anwendung: Volker Jung und Kai Hemmen

 

 

Bagua Zhang
(oder auch Pa Kua Chang)

Der genaue Ursprung des Bagua Zhang liegt weitestgehend im Dunkel. Es gilt als die taoistischste unter den inneren Kampfkünsten. Die heilige Zahl 8 ist direkt im Namen dieser Kampfkunst erhalten. Man spricht auch von 8 Schritt Training. Ba heißt Acht und im Bagua Zhang werden im kreisförmigen Gehen alle 8 Himmelsrichtungen angelaufen, sowohl die 4 Haupthimmelsrichtungen, als auch die 4 Zwischenhimmelsrichtungen. Das bekannte Bagua Formsymbol, ein Achteck, spielt sowohl in der taoistischen Philosophie, als auch im Feng Shui eine wichtige Rolle. Die 8 Trigramme, die dem Bagua auch den Namen das "Acht Trigramme Boxen" eingebracht haben, spielen eine wichtige Rolle im ältesten Buch dem I-Ging, dem Buch der Wandlungen. Die hohen energetischen und philosophischen Beziehungen zwischen den 8 Trigrammen und den einzelnen Handwechseln sind hochkomplex und für einen Anfänger nicht leicht zu ergründen.

Das Bagua Zhang ist eine der elegantesten, aber auch eine der am schwierigsten zu erlernende innere Kampfkunst. Ganz anders als im Tai Chi, wo man sich sehr langsam und weich fließend bewegt, oder im Xingyi wo man sich eher schnell und explosiv auf einer Linie bewegt, ist die vorherrschende Trainingsart ein sehr untypisches in der Geschichte der Kampfkünste einzigartiges im Kreise gehen. Das heißt der Schüler läuft viele Stunden in der Anfangszeit einfach im Kreise herum, mit einer besonderen Schrittart und diversen Arm- und Handhaltungen, die allesamt auf den Mittelpunkt dieses Kreises zielen, in dem man läuft.

Zunächst beginnt das Grundstufen Training mit dem Laufen und der ersten von 8 klassischen Händen. Im weiteren Verlauf der Übung werden dann einfache Formen eingeübt im Sinne von alle 8 Schritte gibt es einen Wechsel der Laufrichtung, sowie eine Änderung der Arm- und Handhaltungen. Genaugenommen läuft man mindestens 7 Schritte in einer Laufrichtung und mit den Schritten 8 - 10 ändert man durch eine ausgeklügelte Schrittfolge sowohl die Laufrichtung, als auch die Handstellung.

Bagua-Anwendung: Volker Jung und Kai Hemmen

 

Diese Art zu Üben wird dann in mindestens 4 noch relativ einfachen Grundformen gepflegt und Schritt für Schritt werden die Arm- und Handwechsel komplexer, länger und komplizierter. Jede neue Erweiterung der Armbewegungen verbessert das Koordinationsvermögen und die Orientierung am Kreis und im Kreis erheblich. Am Anfang ist man von dem vielen im Kreise herumlaufen, oft etwas irritiert im Kopf und leicht schwindelig. Mit zunehmender Praxis gewöhnt man sich aber an diesen Zustand und es fehlt einem richtig was, wenn man nicht täglich ein paar Minuten im Kreise läuft. Es wirkt sehr stark Kreislauf anregend und stärkt sehr die Beine und den unteren Rücken. Auch werden Knieschmerzen häufig sehr gebessert, durch die besondere Schrittart des Baguas.

Zunächst können bei Volker Jung die 4 Grundformen erlernt werden und in den kommenden Jahren stehen dem engagierten Kampfkünstler durch die beiden jungen chinesischen Meister der Familie Sha jede Menge Formen mit diversen Tiernamen zur Verfügung und weitere sogenannte Linking Formen. Wer sich für Waffen interessiert - es gibt die Bagua typischen doppelten Mandarin-Entenäxte und ebenso eine Schwert und eine Säbel Form.

 

Als extreme Besonderheit verfügt die Familie Sha über sogenannte Duillian Formen (Partnerformen) in jeder inneren Kampfkunst die von der Familie unterrichtet wird. Also auch im Bagua gibt es diese recht lange Partnerform, die nach dem Studium einiger Grund- und Aufbauformen in den kommenden Jahren in den von Volker Jung organisierten Kursen erlernt werden kann.

Bagua-Anwendung: Angela Menzel und Sandra Eckstein

 

Wenn Sie nun Interesse am Bagua bekommen haben - nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 

Dieser Artikel wurde von Lehrmeister Volker Jung verfasst. © Dezember 2003

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