Ich will Sie, liebe Tai Chi- und innere Kampfkünste-Interessenten,
mit einem noch wenig bekannten Thema sämtlicher innerer Kampfkünste bekannt
machen, den Partnerformen (San Shou = zerstreuende und verwirrende Hände,
fallenstellende und verführende Hände, oder Duillin Formen ) aller 3 klassischen inneren Stile. ( Hsing-I, Ba Gua und Tai Chi )
Auf meiner Suche nach einem möglichst vollständigen traditionellen
und authentischen Lehrsystem bin ich in Buchform häufig über ein für mich
interessantes Thema gestolpert, die San Shou Formen einiger chinesischer Meister.
San Shou Formen sind die der Realität eines Freikampfes am ehesten entsprechenden
Übungsbereiche aller inneren Stile. Man hat damit eine Methode entwickelt
das Aufeinanderfolgen von mehreren, bis über 40 Angriffen und Konterangriffen
hintereinander ohne jegliche Verletzungsgefahr jahrelang einzustudieren. Dadurch
werden die nötigen Reaktionsschritte auf unterschiedlichste Attacken nach
und nach in den unbewusst intuitiven Bereich des Gehirns verankert. Man reagiert
quasi automatisch auf sehr viele mögliche Angriffsvarianten mit der adäquaten
richtigen Reaktion und wird somit weniger Streß ausgesetzt, wie eine Person,
die einer solchen Situation noch nie ausgesetzt war und deshalb erst einmal
eine Lösung für diese spezielle Situation ausdenken und herausfinden muß.
Wenn man über Jahre Hunderte, um nicht zu sagen Tausende Mal einer Folge von
mehreren Angriffen der unterschiedlichsten Art ausgesetzt war und das auch
noch ohne sich Schmerzen und Verletzungen einzuhandeln, dann ist man bestens
gerüstet für das Eintreten einer unvorhergesehen Situation eines möglichen
Angriffes. Wenn man jahrelang gelernt hat auf über 40 Angriffe nacheinander
kühl und besonnen zu reagieren und diese Bedrohung auch abzuwenden, dann werden
einem aller Voraussicht nach ein oder auch 2 Angriffe nicht so leicht, oder
gar nicht aus der Ruhe bringen.
Leider habe ich von Anfang 1980 bis ungefähr 1990 – 91 nie
eine solche Form live miterleben oder ansehen dürfen, trotz meiner intensiven
Suche nach einem vollständigen Lehr- und Übungssystem und damals hatte ich
noch nicht die Mittel weltweit zu reisen und das Internet war auch noch nicht
für jeden zugänglich. So blieb es meist bei einem traumartigen Wunsch das
einmal selbst bei irgendeinem Meister erlernen zu dürfen. Bis ungefähr
1990 hatte ich noch vollstes Vertrauen in meinen damaligen Meister, das ich
von ihm auch irgendwann in der Zukunft ein solches San Shou Set erlernen würde,
oder dürfte. Die Zeit verstrich und es wurde immer klarer, das ich von meinem
damaligen Meister dieses Set nie erlernen würde. Also machte ich mich kundig,
wo in der Welt ein solcher Workshop einmal angeboten werden würde. Ich fuhr
auf der Suche nach neuen Meistern nach Frankreich in die Bretagne, genauer
nach St. Malo und hatte 1991 erstmals die Gelegenheit ein solches San Shou
Set live als Vorschau auf ein zukünftiges Seminar zu sehen. Vorgeführt vom
Meister und seinem ersten Meisterschüler persönlich. Von einem erlernen eines
solchen Sets war noch weit und breit keine Rede. Aber ich war sofort Feuer
und Flamme für diese Art von Übung und wusste intuitiv schon alleine durch
das Ansehen dieser Partnerform, das es genau die Sache war, die mich schon
jahrelang in Büchern fasziniert hatte. Ich wusste dieser Übungsteilbereich
war absolut essentiell, will man jemals realistische Kampffähigkeiten im Tai
Chi erwerben. Der schöne gleichmäßige Fluß all dieser unterschiedlichen Bewegungen
fand in völligem Einklang mit den mir bekannten Yin Yang Prinzipien statt
und ich hätte am liebsten sofort angefangen dieses Set lernen zu wollen.
Erst im Jahre 1994 erhielt ich die Kunde, dass ein San Shou
Workshop in Rennes angeboten werden würde. Natürlich war ich sofort wild entschlossen
an diesem Seminar teilzunehmen, egal wann und egal was es kosten würde. Ich
wurde nicht enttäuscht. Zusammen mit 2 anderen deutschen Tai Chi Lehrern und
damaligen Freunden, die ich zu diesem Seminar erst einmal überreden musste
fuhren wir also in freudiger Erwartung los nach St. Malo und Rennes. In 10
Tagen erlernten wir die ca. 40 – 45 Bewegungen der A und der B-Form. Alle
erlernten auf Wunsch des unterrichtenden Meisters Chu Gin Soon nur eine Seite,
aber da wir in unserer Freizeit sehr viel untereinander übten, meist auch
um anderen Mitschülern den Ablauf zu erinnern zu helfen, konnte ich glücklicherweise
mit beiden Formen im Gepäck zurückreisen. Das war mir schon sehr wichtig gewesen
beide Seiten zu erlernen, weil ich es natürlich zu Hause angekommen sofort
üben und dann auch unterrichten wollte. Mir erschien während des Erlernens
das diese Übung absolut authentisch war und sich genau in mein inneres Bild
eines funktionierenden Tai Chi Systems einfügte. Die Bewegungen kamen mir
sehr natürlich und schön vor und es machte sehr viel Spaß dieses Set immer
und immer wieder mit anderen Teilnehmern zu üben.
Gesagt getan. Zuerst brachte ich meinem damaligen langjährigsten
Lehrer der Schule Wiesbaden die eine Seite bei. Es brauchte einige Wochen
und Monate bis er alle Bewegungen selbstständig reproduzieren konnte. Ich
selbst war noch nicht so erfahren damals mit den neu erlernten Bewegungen
und er war mein erster San Shou Schüler.
Es dauerte gut 1 Jahr bis er beide Seiten relativ flüssig
mit mir laufen konnte. Danach begann ich es als laufenden Wochenkurs bis heute,
nahezu ununterbrochen zu unterrichten. Mittlerweile habe ich eine solche Klarheit
und geistige Präsenz in beiden Teilformen erhalten, dass es uns schon gelungen
ist einem völligen Neuling an einem Wochenende eine A- oder B-Form komplett
vom Ablauf her beizubringen. Mittlerweile übe ich das San Shou Set der Yang
Familie seit 1994 allwöchentlich im Kurs und mit privaten Übungspartnern.
Mehrere Generationen Schüler der Schule Wiesbaden und auch in anderen Städten
Deutschlands habe ich dieses schöne Set in unseren diversen Forumsschulen
mehrfach unterrichtet. Seit dem Jahr 2000 regt sich verstärkt Interesse auch
von außerhalb unseres Forums an diesen Formen.
Warum ist mir die Beschäftigung mit dem San Shou so wichtig.
Ich finde durch die langjährige Beschäftigung mit diesen sehr langen Partnerübungen
werden sehr viele Teilfähigkeiten für eine optimale Umsetzung aller Tai Chi
Prinzipien, dauerhaft eingeübt. Man muß sich nicht nur viele Bewegungen
seiner eigenen Form merken, sondern muß sich bei jeder einzelnen Bewegung
auch noch mit den dazu passenden Bewegungen einer zweiten Person auseinander
setzen. Dabei lernt man Timing, Distanzgefühl, ab und zu geben, einem anderen
in dessen Bewegungen folgen zu können. Besonders für das Verständnis von Yin
und Yang in der praktischen Anwendung gibt es meines Erachtens absolut nichts
vergleichbares, als das Üben, laufen einer Partnerform. Die meisten, um
nicht zu sagen alle Bewegungen der Tai Chi Form 1 – 3 kommen in einer völlig
anderen Choreografie in diesem San Shou Set vor und werden somit in neuem
Kontext völlig anders wahrgenommen, als in der bereits sehr geläufigen langen
Form, die man vielleicht schon viele Jahre geübt hat, bevor man ein San Shou
Set erlernt.
Es gibt grundsätzlich eine sich in allen Bewegungen unterscheidende
A und eine B Form. Die A Form beginnt mit einem geraden
Fauststoß und einem Schritt auf B zu. Damit ist A zunächst Yang und agiert.
B tritt einen Schritt zurück und nimmt zunächst den ersten Angriff von A weich
und entsprechend der Tai Chi Prinzipien in Yin Manier auf. Er haut den ankommenden
Arm nicht zur Seite, wie in einigen äußeren Systemen üblich. Am Anfang unternimmt
die A-Form 2 Angriffe hintereinander und B verteidigt 2 Mal hintereinander,
bevor B zum ersten Angriff übergeht und die A Form dann erstmals in den Yin
oder zurückweichenden Modus übergeht. Beide Formen haben am Ende etwa gleich
viele Angriffe und Abwehren durchgeführt.
Ein wesentlicher Übungsaspekt dieser Art von Training ist
die sich langsam aufbauende Fähigkeit der ständig wachsenden Stressbewältigungstoleranz.
Normale untrainierte Menschen werden
meist sehr hektisch, wenn sie angegriffen werden. Einen oder zwei Angriffe
können viele sportliche und ansonsten ganz gut trainierte oft noch sinnvoll
abwehren. Bei 4 – 10 hintereinander ausgeführten Angriffsketten versagen aber
auch diese Menschen in 95 % der Fälle. Genau diese Fähigkeit aber, selbst
bei über 40 Angriffen nicht aus dem Konzept zu kommen und selbst bei dem letzten
Angriff noch besonnen und überlegt zu reagieren, wird durch wiederholtes üben
dieses Sets erworben. Kein Push hands der Welt, ich selbst kenne ungefähr
35 Pattern aller 3 großen Tai Chi Familienstile kann die Qualitäten einer
aus 40 – 45 Bewegungen bestehenden San Shou ( Partnerform ) ersetzen.
In den normalen Push hands Pattern übt man eine – vier Grundtechniken in einer
Art Endlosschleife bis man die nötigen 1- 4 Teilfähigkeiten, die in diesen
Techniken stecken entwickelt und trainiert sind. Es gibt Push hands Pattern
im Stand und solche mit einfachen und komplexeren Schritten. Aber das San
Shou ist die Meisterübung und logische Konsequenz des darauf vorbereitenden
Push hands Trainings. Wo, in welchem Ihnen bereits bekannten Push hands
Pattern frage ich sie, übt man einen Fauststoß, einen Rückfaustschlag, gefolgt
von einem Kick, der Gitarre, einem Fußfeger, einem Schulterstoß, einem Chai,
einem Fingerspitzenstoß direkt im Anschluß aneinander? Ich denke in keinem
einzigen. Wenn Sie aber in jeder erdenklichen Situation und Anwendungsfolge,
die irgendwie denkbar und auch durchführbar ist, einen klaren und kühlen Kopf
bewahren wollen, müssen Sie diese verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten
auch kennen und schon wenigstens einmal am eigenen Leib erfahren haben, um
im Kampf auch adäquat auf solche Kombinationen reagieren zu können.
Man kann was man übt!!!
Jemand der immer wieder Push hands Pattern übt und trainiert,
der kann gut Push hands Pattern wiederholen und lernt natürlich auch die Fähigkeiten,
die potentiell in dieser Übung stecken. Aber er wird nie Fähigkeiten mit
dem Üben von Push hands erwerben, die einfach nicht mit diesen Pattern ( Folgen,
Bewegungsabläufen ) zu erzielen sind. Und das können Sie mir glauben sind
eine ganze Menge Teilfähigkeiten, die nur im und durch das San Shou praktizieren
entwickelt werden können.
Man verändert die Distanz, Nähe, Weite, an manchen Stellen
wird der Partner sogar losgelassen und man kommt nach einigen Schritten, oder
Drehungen wieder zusammen. Diese Fähigkeiten kann man in keinem Push hands
erlernen, da es einfach dort so nicht vorkommt. Dann die mentale Kontrolle
der imaginären Mittelachse, die man während des gesamten 80 Bewegungen andauernden
Übungsablaufes aufrecht zu halten will. Im Push hands steht man zu 80 – 90
% immer im nahezu gleichen Abstand und Winkel zum Gegenüber. Im San Shou steht
man zu 80 – 90 % in jeder Stellung in einem anderen Winkel, einer anderen
Höhe, einer anderen Distanz zum Gegenüber. Dadurch erlernt man sehr vielseitige
Reaktionsmöglichkeiten auf sehr unterschiedliche Angriffe kennen und was noch
viel wichtiger ist sie durch häufiges Wiederholen des Sets auch langsam in
Fleisch und Blut übergehen zu lassen. All meine langjährigen San Shou Schüler
haben weniger Streß, wenn man sie angreift und es fällt ihnen immer eine mögliche
Reaktion ein, weit häufiger als bei Leuten, die kein San Shou üben.
Das kommt nicht von ungefähr.
Noch einmal man kann was man übt!!! Das bedeutet aber auch im umgekehrten Falle,
das „was man niemals übt, woher soll man es kennen oder gar können“????
Ich muß mich immer wieder wundern, wie selbst langjährige
Tai Chi Praktizierende mögliche Kampffähigkeiten erwerben wollen, wenn
Sie die wichtigsten Übungen, die solche Fähigkeiten potentiell aufbauen, oder
aufbauen können, weder kennen, noch üben. Dies ist mir ein Rätsel.
In der Vergangenheit fuhr ich öfters in die USA, um an diversen
Kampfkunstwochen, oder 2 Wochen Seminaren teilzunehmen. In den Gesprächen
mit den Teilnehmern konnte ich eine enorme Unwissenheit über die Existenz
und den Sinn von San Shou Formen feststellen. Wundersamer Weise übt so gut
wie kein Mensch diese Formen, zumindest die ca. über 250 USA Teilnehmer, die
ich im Laufe der letzten 10 Jahre so kennen gelernt habe. Mit einem älteren
Praktizierenden konnte ich meine Liebe zum San Shou teilen und um richtig
üben zu können, erlernte ich kurzerhand von ihm die beiden Formen seines ihm
bekannten Sets, das sich in ungefähr der Hälfte der Bewegungen von meinem
mir bekannten Set doch deutlich unterscheidet. Zwar sind im Endeffekt in beiden
Sets nahezu alle Bewegungen dem Namen nach enthalten, doch gibt es teilweise
eine andere Reihenfolge und eine leicht unterschiedliche Ausführung. Durch
das Erlernen, mehrfach von ihm auf Nachfolge Workshops korrigiert bekommene
und zu Hause viel mit einem Partner geübte neue Set habe ich nochmals völlig
revolutionäre Einsichten in die Qualität und den Sinn dieser besonderen Übungsform
bekommen.
Mittlerweile ist mir klar das jedes andere neue San Shou
Set einer anderen Familie, oder eines anderen Meisters eines angeblich gleichen
Familienstils, eines anderen Stiles, ( es gibt auch Ba Gua und Hsing-I San
Shou Sets ) mir wieder neue Einsichten und neue Fähigkeiten bringen wird.
Deshalb habe ich für meinen Teil beschlossen weltweit so viele San Shou Sets
wie möglich zu erlernen, sie einzuüben und auch in unserem Forum zu unterrichten.
Hier kreuzen sich nun meine persönlichen Interessen mit den
unseres Tai Chi Forums und der zukünftigen Entwicklung vom Tai Chi Forum Deutschland
hin zu einem internationalen inneren Kampfkünste Forum, zu dem wir uns mehr
und mehr, fast automatisch hin entwickelt haben. Ich habe mich privat schon
seit vielen Jahren mit den anderen in Deutschland bisher noch eine Art Schattendasein
führenden anderen inneren Kampfkünsten beschäftigt und übe für mich seit Jahren
Hsing-I, Liu He Ba Fa und seit kurzem wieder verstärkt auch Ba Gua Zhang.
Seit ich im August diesen Jahres in China meinen ersten Besuch bei der Kampfkunst
Familie Sha gemacht habe, bin ich mehr denn je davon überzeugt auch die anderen
bisher noch sehr vernachlässigten inneren Kampfstile mehr als in der Vergangenheit
in der Öffentlichkeit zu fördern.
In den kommenden
Jahren wird das Tai Chi Forum Deutschland, respektive das neue erweiterte
Chinese Internal Arts Forum Europe sich auch mehr mit den restlichen
inneren Kampfkünsten Chinas beschäftigen und Kurse in diesen selten zu erlernenden
Künsten einem interessierten Publikum anzubieten.
Wir wollen mit der ersten Einladung des Meisterehepaares
Sha aus der Provinz Yünnan im November 2002 dieser Entwicklung Rechnung tragen.
Ich persönlich lerne von der Familie Sha mein 3. Tai Chi San Shou Set und
werde in der Zukunft auch noch das Ba Gua und das Hsing-I San Shou Set
dieser Familie erlernen und diese auch innerhalb unseres „Chinese Internal
Arts Forum Europe“ anbieten.
Das Tai Chi Forum, repräsentiert durch seinen Lehrmeister
Volker Jung verfügt derzeit schon über 2 verschiedene Tai Chi San Shou Sets
und wird in den nächsten Jahren noch 3 weitere San Shou Sets, oder Partnerformen
in allen 3 inneren Kampfkünsten verfügen. Auf jeden Fall wird in Kürze
jeder Interessierte unsere 3 Tai Chi San Shou Sets durch Wochenend- und mehrtägige
Seminare direkt von Volker Jung erlernen können. In den nächsten Jahren
werden wir verstärkt von der Familie Sha und ihrem ungeheuren Formenreichtum
in allen bekannten inneren Stilen dazulernen und auch Kurse direkt mit beiden
Meistern anbieten. Ich persönlich bin schon sehr begierig darauf zu sehen,
wie meine bisherige Ausbildung und meine durch Eigentraining gemachten Erfahrungen
im Hsing-I und im Ba Gua durch das Erlernen und Praktizieren der Stil zugehörigen
Partnerformen in beiden klassischen inneren Kampfkünsten sich positiv auswirken
werden. Sicherlich werden mir sehr viele neue Erkenntnisse und Sachzusammenhänge
klar werden und ich freue mich schon auf diese vielen neuen Erfahrungen.
Wir sind damit in Kürze mit Sicherheit der einzige Anbieter
in Europa, der für alle 3 inneren Stile eine Partnerform anzubieten haben
wird. Damit haben wir einmal mehr unsere Spitzenposition unter
den Ausbildungsinstituten, sowohl in Deutschland, als auch im europäischen
Ausland unterstrichen. Wir sind sehr auf die Alltagstauglichkeit und Effizienz
eines jeden Systems, einer jeden Form und einer jeden Technik, die wir erlernen
und später auch unterrichten werden bedacht. Was nicht funktioniert hat keine
Überlebenschance in unserer Schule, unserem Forum. Die Dinge, die wir üben
und unterrichten haben sich allesamt in der langjährigen Praxis als hochwertig
und effizient herauskristallisiert. Zunächst bei uns selbst, dann bei unseren
Schülern und zuletzt als Essenz aus den langjährigen Lern- und Unterrichtserfahrungen
heraus auch bei allen von uns aus- und weiter fortgebildeten Forumslehrern.
Wir wollen die alten noch lebendig erhalten gebliebenen traditionellen
Übungsformen so rein wie möglich erlernen und nach intensivem Selbststudium
auch an Interessierte weitergeben. Dies ist zumindest meine erklärte Absicht.
Wir hoffen dass Sie durch uns die gleichen positiven Erfahrungen mit dem Praktizieren
von jedweden Partnerformen in den klassischen 3 inneren Stilen, Tai Chi ,
Ba Gua und Hsing-I machen werden, wie wir sie seit Jahren gemacht haben und
immer noch machen.
Sie sollten sich auch nicht durch die Fülle von 5 oder mehr
San Shou, oder Partner Sets abgeschreckt fühlen. Niemand muß alles lernen,
oder gar alles können, um glücklich zu werden. Jeder Mensch hat andere Ziele,
Vorlieben, Ideale und Wünsche. Wir haben eine sehr große Auswahl, von sehr
langsam und gemütlich in den einfachen San Shou Sets bis hin zu sehr komplex,
sehr schnell, sehr wild und sehr anspruchsvoll im Hsing- I Duillin. Wir
bieten für jeden Geschmack etwas an, für den noch suchenden zaghaften Einsteiger
gleichermaßen wie für den langjährigen Partnerübungsprofi der den letzten
ultimativen Kick noch sucht.
Wir behandeln jedes Lernniveau mit dem gleichen Respekt und
versuchen jedem entsprechend seinem derzeitigen Entwicklungsstand zu behandeln
und ihm auf seinem Weg ein paar Schritte weiterzuhelfen. Jeder muß aber auch
ein wenig realistisch seinen eigenen Stand einschätzen lernen. Mit dem Hsing-I
San Shou kann man nur schlecht, wenn überhaupt beginnen, da es sehr viel schneller
als die anderen beiden Stile ausgeführt wird. Am besten man beginnt mit einem
Tai Chi Set, steigert sich an Komplexität und Geschwindigkeit über das Ba
Gua Set langsam hin zu den benötigten Fähigkeiten des schnellsten, des Hsing-I
Sets.